Wanderung im Hochschwabgebiet

Der Hochschwab bietet mit seinen steilen Kalkwänden nicht nur Kletterern eine großartige Bühne, auch Wildnissuchende kommen hier voll auf ihre Kosten. Bemerkenswert ist hier die Weitläufigkeit der menschenarmen Gegend, welche von vielen Wildtieren und seltenen Pflanzen geschätzt wird. Laut wikipedia “befindet sich am Hochschwab das größte Gämsenrevier Europas”, was aber höchstwahrscheinlich nur schwer überprüfbar ist.

Am 1. Juni – dem meteorologischen Sommerbeginn – machten sich meine Freundin und ich von Wien aus auf die Reise zum Hochschwab. Die öffentliche Anreise gestaltete sich hier problemlos, in etwa 3 Stunden erreichten wir den Ausgangsort unserer Tour – Seewiesen.

Von dort stiegen wir über das malerische Seebachtal, die Untere Dullwitz und die Voisthaler Gasse bis zur Voisthaler Hütte auf. Dort stärkten wir uns mit einem Stück Kuchen und gingen dann über einen sehr schönen Steig im Fels in Richtung Fölzalm.

Blick vom Franzosenkreuz in Richtung Voisthaler Gasse

Blick vom Franzosenkreuz in Richtung Voisthaler Gasse

Dort angekommen suchten wir uns einen geeigneten Biwakplatz, welcher auch schnell gefunden war. Die anschließende Nacht verlief bis auf einen kräftigen Regenschauer recht ruhig und erholsam und so hatten wir am nächsten Morgen keinen Stress aus den Schläfsäcken zu klettern.

Enzian auf der Fölzalm

Enzian auf der Fölzalm

Biwakplatz bei Einbruch der Dunkelheit

Biwakplatz bei Einbruch der Dunkelheit

Als wir dann aber doch noch aus den Federn kamen und unser Müsli zu uns nahmen, fassten wir kurzfristig den Entschluss, etwa 600 Höhenmeter zum knapp 2000 m hohen Fölzstein aufzusteigen und erst dann den langen Hatscher nach Aflenz anzugehen. Auch wenn der Steig zum Fölzstein nicht markiert ist, so ist er dennoch gut begehbar. Aufgrund seiner schönen Aussicht ist er definitiv die rund 2 Stunden im Auf- und Abstieg wert – dies kann man aber wahrscheinlich über einige der umliegenden Gipfel im Hochschwabgebiet sagen.

Enzian vor steilen Kalkwänden

Enzian vor steilen Kalkwänden

Blick vom Fölzstein über die Fölzalm

Blick vom Fölzstein über die Fölzalm

Im Abstieg nach Aflenz sahen wir noch jede Menge Blumen, mit dabei auch einige Orchideenarten. Von ein paar wenigen habe ich auch Fotos gemacht, da die steigenden Temperaturen die Fotolust etwas dämpften.

Unbekannte Art Teil 2

Unbekannte Art Teil 1

Unbestimmte Art Teil 1

Unbestimmte Art Teil 2

Nach Durchschreitung einer schönen Schlucht und anschließendem Asphalthatscher erreichten wir müde, aber glücklich Aflenz und traten den Heimweg nach Wien an.

Schöner Bach beim Abstieg

Schöner Bach beim Abstieg