Nationalpark Hohe Tauern – Das Krimmler Achental

Früh am Morgen ging es für mich los von Uttendorf in Richtung Krimml. Der Wasserfallweg sollte noch am frühen Vormittag bezwungen werden, um genügend Zeit im Krimmler Achental zu haben. Unten im Tal lag Nebel, was mich aufgrund der prognostizierten Nebelobergrenze instimmungsvoller Erwartung Höhenmeter um Höhenmeter zurücklegen ließ. Und tatsächlich: unterhalb des oberen Wasserfalls lichtete sich der Nebel und es wurde der Blick auf den Sonnenaufgang frei.

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Am frühen Vormittag über Nebelobergrenze – Kaiserwetter

Nach etlichen Fotopausen stieg ich weiter auf, bis ich das Krimmler Achental erreichte. Dort war es ob der Schneelage und der klaren, windstillen Nacht doch noch sehr kalt. Dies verhalf jedoch dem tags zuvor gefallenen Schnee zu seinem glitzerndem Aussehen 🙂

Das Krimmler Achental ist definitiv eine Wanderung wert. Im Sommer tummeln sich ob der gutenErreichbarkeit zwar dort sowohl Radfahrer, Wandersleute als auch Menschen die sich mit dem Nationalparktaxi dort absetzen lassen, im Winter ist dort jedoch keine Menschenseele.

Im Krimmler Achental - Blickrichtung taleinwärts

Im Krimmler Achental – Blickrichtung taleinwärts

Und zum Nationalparktaxi: Irgendwie skurril, da gründet man einen Nationalpark und dann fährt man dort erst recht die Touristenmassen mit einem Auto hin. Kurz aussteigen, ein paar Schritte gehen,Foto für Facebook aufnehmen und wieder weg. Dass dadurch die Wahrnehmung der Natur als solches in der Bevölkerung nicht gerade gefördert wird, steht außer Frage… Vom Naturschutz als solches fang ich jetzt lieber erst gar nicht an…

Ein weiteres Kuriosum: Ich habe mir schon öfter überlegt, in dieser Region eine Mehrtageswanderung abseits der häufig genutzten Routen und der ständig überfüllten Hütten zu gehen. Aber aufgrund der Rechtslage ist es in dieser “geschützten” Region zwar möglich, sich mit dem Auto bis ins Herzen des Nationalparks chauffieren zu lassen, es ist jedoch verboten ein 2m x 1.2 m großes Zelt aufzustellen um die Natur in ECHTER Ruhe zu genießen. Und irgendwie sehe ich es nicht ein, in einem Schlafsaal voller schnarchender Leute zu liegen, ständig geweckt zu werden weil irgendwer nach dem 7. Bier erst um drei Uhr ins Bett geht, wenn ich in 500 m Entfernung alleine unter dem Sternenhimmel schlafen könnte. Sei es wie es wolle, mir hats trotzdem gut gefallen und ruhig war es dieses Mal auch 🙂

Hier die Bilder, zum Vergrößern einfach auf eines draufklicken.

 

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